Schwungradfreunde

Hirrlingen

Aktuelles über die Schwungradfreunde Hirrlingen

Ausfahrt Maxlrain „40 Jahre Lanzfreunde Bayern“

…endlich war es soweit! Das ganze Jahr fieberten wir schon darauf hin. Nach langer Vorbereitungszeit machten sich am Mittwoch, 16.07.2025 sechs Hirrlinger Bulldog-Kameraden auf die große Reise nach Maxlrain. Anlass dafür waren die Festivitäten zum Jubiläum „40 Jahre Lanzfreunde Bayern“, welche über das Wochenende 18.- 20.07.2025 stattgefunden haben. Solch eine Ausfahrt bedarf einer sorgsamen Planung. So wurde minutiös die Route geplant, unsere Schlafunterkünfte hergerichtet, sämtliche Utensilien zur Verpflegung zusammengestellt und sogar ein mobiler Werkstattwagen geladen. Damit waren wir bestens gerüstet für die zurückzulegenden ca. 350km bis zum Ziel im oberbayrischen Tuntenhausen, zu welchem die kleine Gemeinde Maxlrain im Mangfalltal gehört. Das erste Etappenziel war Unterroth, bei Illertissen. Bereits am ersten Tag hatten wir uns vorgenommen einige Kilometer zu machen, um an den Folgetagen ein wenig mehr die Landschaft und Sehenswürdigkeiten entlang unsere Strecke genießen zu können. So wurden wir am Abend, nach 130km, dem absolvierten Albaufstieg, entlang des Donautals, einem Streifzug am Kloster Obermarchtal, einem kurzen Stopp in Moosbeuren bei der Adlerbrauerei und dem überqueren der Iller, wodurch wir bereits die bayrische Staatsgrenze passierten, herzlich von Familie Dreier empfangen. Dort angekommen konnten wir nach einem kühlen Getränk, abseits gelegen auf einem Hof, unser Nachtquartier beziehen. Am nächsten Morgen überraschten uns unsere Gastgeber mit einem traditionellen Weißwurstfrühstück. Damit waren wir bestens gestärkt für die zweite Etappe, welche uns bis zum Kloster Andechs führen sollte. Bis dahin durchfuhren wir im Unter- und Ostallgäu Babenhausen und Pfaffenhausen, anschließend das schöne Landsberg am Lech mit seinen historischen Stadttürmen und dem Lechwehr bis wir den Ammersee in Utting erreicht hatten. Von dort aus war höchste Aufmerksamkeit gefragt. Entlang des Seeufers fuhren wir bis zum Tagesziel. Zweifellos ein erstes Highlight sich mit den Bulldogs in solch einer Region zu bewegen.

Nach einer kurzen Stärkung im Herrschinger Brauhaus hieß es rein in die Badehose und ab in den See. Diese Abkühlung an einem warmen Sommerabend war genau das Richtige nach weit über einhundert absolvierten Kilometern auf unseren Traktoren.
Am nächsten Morgen konnten wir leider nicht mit allen gestarteten Fahrzeugen die Reise fortführen. Ein Motorschaden zwang uns dazu umzudisponieren, so dass Egon die Fahrt als Beifahrer fortführte. Die letzte Etappe im Münchener Umland der 5-Seen-Region hielt bereits zum Start mit dem Starnberger See eine weitere beeindruckende Landschaft bereit. Anschließend durchkreuzten wir in den Landkreisen Bad Tölz sowie Miesbach Städte und Gemeinden wie Wolfratshausen, Geretsried, Dietramszell und Otterfing. Mittagsrast machten wir am Bibisee um anschließend über Bruckmühl Richtung Bad Aibling die letzten Kilometer auf uns zu nehmen. Kurz vor dem Ziel - ein weiterer Schock! Ein sogenannter „Kolbenklemmer“ mitten
auf einer Bergaufpassage in der Ortsdurchfahrt von Westerham, lediglich elf Kilometer von Maxlrain entfernt. Doch selbst diese Situation hatte etwas Positives. Sofort eilte ein ortsansässiger Landwirt herbei und bot seine Hilfe an. Solange alle informiert und das weitere Vorgehen organisiert wurde, konnte die Zeit mit einer herzlichen schwäbisch-bayrischen Konversation und einem kühlen Hellen überbrückt werden. Nun war es aber soweit – früher Freitagabend und das Ziel erreicht. Am Rande der Chiemgauer Alpen und direkt vor dem wunderschönen Schloss Maxlrain gelegen sind die Schwungradfreunde Hirrlingen beim Jubiläumsfest angekommen. Der Platz im Fahrerlager war schnell gefunden und der erste Abend vor Ort konnte entspannt mit den Kameraden der Lanzfreunde Bayern sowie weiteren bekannten als auch bisher unbekannten Bulldog- und Traktorenthusiasten genossen werden.
Am Samstag war klar, dass zunächst nach dem ausgefallenen Bulldog geschaut werden musste. Direkt haben wir gemeinsam begonnen das Fahrzeug an der bereits vermuteten Problemstelle auseinander zu bauen. Nach ein paar Stunden Arbeit in glühender Hitze war das Malheur behoben und der Bulldog schrie wieder lauthals „Bubbububbububb“. Die Abkühlung im Bad Aiblinger Freibad hatten wir uns somit redlich verdient und der Festabend konnte beruhigt und zufrieden starten. Nach den offiziellen Ansprachen und Ehrungen feierten wir im herrlich traditionell geschmückten Festzelt mit einer genialen Kapelle das 40-jährige Jubiläum mit Freunden aus nah und fern.
Am Festsonntag kamen noch weiter zahlreiche Bulldog- und Schlepperfahrer hinzu, wodurch sich die Schlosswiese beachtlich füllte und viele Raritäten zu sehen waren. Von Porsche Diesel über Eicher Traktoren bis hinzu zu einer einzigartigen Auswahl an Lanz Bulldogs war alles vertreten und gab dem Fest einen würdigen Rahmen. Ebenso begeistert wie wir waren die zahlreichen Besucher von der reibungslosen Organisation und der Zusammenkunft von Gleichgesinnten aus der ganzen Nation und darüber hinaus. Auch den letzten Abend konnten wir in kleiner und geselliger Runde begehen. Hierbei konnten wir einmal mehr unsere über die Ortsgrenzen hinaus bekannten musikalischen Qualitäten zum Besten geben und bleibenden Eindruck hinterlassen.
Nach diesem ereignisreichen Wochenende war jedoch klar, dass die Heimreise anstand. Bereits die Verabschiedung am frühen Montagmorgen fand unter regnerischen Bedingungen statt. Aufgrund des schlechten Wetters entschieden wir kurzfristig nicht noch halt am Tegernsee und in Bad Tölz zu machen, sondern direkt gen Westen Richtung Kochel am See zu fahren. Die Verhältnisse sollten sich nicht bessern, daher waren wir bereits zur Mittagszeit am eigentlichen Tagesziel angekommen und beschlossen kurzerhand so weit wie möglich die Fahrt fortzusetzen. Nach über zehnstündiger Fahrt fanden wir kurz vor Marktoberdorf am Dachssee im Ostallgäu ein ruhiges Plätzen zum Übernachten. Doch ein weiteres Problem deutete sich an.
Nach ein paar Stunden Schlaf hatten wir die Hoffnung, die Kupplungsprobleme an einem weiteren Bulldog beheben zu können. Leider konnten wir dies nicht realisieren und der große Glühkopf musste an einem Bauernhof zurückgelassen werden. Die Stimmung war natürlich getrübt, doch vor uns noch mehr als eine Tagesstrecke zu absolvieren. Zum Ziel hatten wir Kißlegg um dort am Abend Rast zu machen bei unseren langjährigen Freunden den „d’Allgäu Schwoba“. Doch auch Kißlegg erreichten wir früher als geplant und so fuhren wir bereits am Dienstag komplett nach Hause und konnten noch vor Einbruch der Dämmerung das Hirrlinger Ortsschild wieder passieren. Diese Tagestour mit über 200 Kilometer hätten wir vorab nicht für möglich gehalten.
Schlussfolgernd führte uns unsere Ausfahrt durch 18 Landkreise, entlang und über 29 Flüsse und in Summe einer Strecke von über 700 Kilometer. Erschöpft aber vollgepackt mit
einzigartigen Erlebnissen und Begegnungen blicken wir auf eine Woche zurück die uns sicherlich noch eine lange Zeit in Erinnerung bleiben wird und unseren kameradschaftlichen Sinn weiter stärkte.


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Sommer-Ausfahrt 2020

Angepasst an die derzeitigen Verhältnisse sind die Schwungradfreunde Hirrlingen am vergangenen Freitag, 31.07.2020 zu einer viertägigen Ausfahrt mit ihren Schleppern und Bulldogs gestartet, da in diesem Jahr leider keine Treffen oder Veranstaltungen möglich sind. Um die Mittagszeit sind die Kameraden mit dem Etappenziel „Zielfinger See" in sengender Hitze aufgebrochen. Die Reise führte uns über Melchingen durch das am Rande der schwäbischen Alb wunderschön gelegene Laucherttal nach Zielfingen. Am späten Abend kamen wir nach einer beachtlichen Strecke von ca. siebzig Kilometer an und haben den Tag in geselliger Runde, nach erfrischender Abkühlung im See, ausklingen lassen. Nach traditionellem Bulldog-Frühstück ging die Fahrt in das zwanzig Kilometer entfernte Ostrach weiter. Auf der Fahrt steuerten wir durch ländliche Ortschaften, vorbei an Felder und Wiesen hin zum Hoßkirchner See. Unterwegs, getrieben von einem leichten Hungergefühl, machten wir rast im Landgasthof „Schwanen“ in Unterweiler. Trotz eigentlich geschlossener Wirtschaft, hat uns der Wirt herzlich willkommen geheißen. Sofort am Stammtisch platziert waren wir nach kürzester Zeit auf einer Wellenlänge, so dass uns die Wirtsfamilie Uhl kurzerhand, auch in Hinblick auf die schlechte Wettervorhersage, Stellplatz auf ihrem Hof für die kommende Nacht anbot. Nach idyllischem Besuch des oberschwäbischen Königseggsee in Hoßkirch, sind wir der Einladung des Schwanenwirts mit großer Freude gefolgt. Zurück am Stammtisch haben wir nach hervorragender Hausmannskost noch die ein oder andere Stunde in zünftiger Gesellschaft verbracht. Die Nacht war kurz, doch das nächste Etappenziel stand mit Hinblick auf den über hundert Kilometer weiten Rückweg auf dem Plan. So tuckerten wir in Richtung Heimat durch die atemberaubende Naturlandschaft des Burgweiler Rieds, vorbei am Illmensee, über Sauldorf und Hohenfels bis nach Meßkirch. Im Teilort Heudorf mussten wir am frühen Sonntagabend die Fahrt vorzeitig aufgrund monsunartigen Regenfällen einstellen. Auch hier wurden wir mit offenen Armen von der Wirtsfamilie Nipp des Gasthauses „Adler“ empfangen und zunächst in der Scheune bewirtet, da die Gasträume bereits platztechnisch ausgebucht waren. Unsere durchnässten Klamotten konnten trocknen und wir uns bei ausgezeichnetem Essen stärken. Anschließend ließen wir den Abend gemütlich in der Wirtsstube ausklingen. Am Montagmorgen traten wir die Heimreise zu früher Stunde an, in der Hoffnung trocken in Hirrlingen anzukommen. Die auserkorene Route ließ uns das obere Donautal bis hin zum Kloster Beuron und das sich anschließende Bärenthal entdecken. Um unsere alten Maschinen vor dem, doch sehr steilen Lochen, zu bewahren, führte uns der weitere Weg über Hausen am Tann, Schömberg, Dormettingen und Haigerloch gen Heimat. Auf den letzten Metern, der insgesamt über zweihundert Kilometern langen Ausfahrt, spielte uns Petrus nochmals einen Streich, so dass wir im Starkregen die verbleibende Strecke zurücklegen mussten. Alles in allem blicken wir auf ein grandioses Wochenende mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen zurück.

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Reportage über das Bulldog- und Schelppertreffen 2018 in Hirrlingen im SWR Treffpunkt

www.swrmediathek.de



Bericht aus dem Schwäbischen Tagblatt  vom 05.04.2018

Ein Bericht über unsere 2 Schrauber, Jonas und Marcel und deren aktuelle Projekte

  https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Flugrost-und-leichte-Kratzer-sind-erwuenscht-369174.html


Das SWR Fernsehen war erneut zu Gast bei den      Schwungradfeunden Hirrlingen

  Bei diesem Besuch ging es um die Bulldog Schrauberei der       Schwungradfeunde, sowie die Vorbereitungen auf das        Bulldog- und Schleppertreffen 2018        


              Das SWR Fernsehen zu Gast bei  den               Schwungradfreunden Hirrlingen

Vorbericht zu unserer Ausstellung "die Arbeit im Forst" welche am  Bulldog- und Schleppertreffen im Juni zu sehen sein wird.

Das Video hierzu finden Sie unter dem folgenden Link

https://swrmediathek.de/player.htm?show=8a2ef5a0-220e-11e8-8c1f-005056a12b4c



                   SWR4 Radio Tübingen zu Gast bei den                     Schwungradfreunden Hirrlingen

https://www.swr.de/swraktuell/bw/tuebingen/25-jahre-schwungradfreunde-hirrlingen-ein-herz-fuer-den-bulldog/-/id=1602/did=21243136/nid=1602/ykeot6/index.html